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Über Stadtgeschichten

Stadtgeschichten ist ein WIKI-Projekt innerhalb der WIKIA-Familie. Es ist mein erster Versuch - und wahrscheinlich überhaupt der erste Versuch - Spiral Dynamics nach Don Beck und Christopher Cowan in Kombination mit der Integralen Theorie nach Ken Wilber im Internet zu Analysezwecken einzusetzen.

Als Demonstrationsfeld boten sich deutsche Städte an, die als räumliche Einheiten in eine Netzstruktur eingebunden sind und daher aufeinander zu beziehen sind. Den Anstoß zu diesem Versuch gaben die Forschungen von Walter Christaller in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts zur zentralörtlichen Gliederung in Süddeutschland. Damals war es ebenfalls die neue Kommunikationstechnologie, die dazu reizte, an Hand der räumlichen Durchdringung Rückschlüsse auf die Bedeutung des untersuchten Ortes innerhalb der Städtehierarchie zu ziehen. Das Projekt "Stadtgeschichten" geht jedoch über diesen Ansatz hinaus, indem es primär nicht die Quantität von Informationen mißt, sondern die Verbreitung der Informationstechnik als verfügbare Voraussetzung des belebten Raumes mit einer hier zu vernachlässigenden quantitativen Differenzierung annimmt. Für Deutschland wurde im Jahre 2008 eine Zahl von ca. 62 Mio. Internetnutzern angenommen (Quelle: CIA  world factbook). Wer sich noch keinen eigenen Internetanschluss leisten kann hat zumindest sporadisch die Möglichkeit bei öffentlichen Büchereien, Schulen oder in Internetcafes am Informationsaustausch via Internet teilzunehmen.

Das Besondere an Stadtgeschichten ist die Ermittlung des Gebrauchs bestimmter Reizwörter, die auf einer tiefer liegenden Ebene Auskunft über psychische Strukturen geben. Diese Reizwörter entsprechen den Qualitäten in dem jeweils angewandten System der Spiral Dynamics oder der vier Quadranten nach Wilber. Näheres hierzu ist unter "Datengewinnung" erläutert.

Neben der Anwendung der integralen Ansätze wurden in den Stadtgeschichten auch Methoden zur internetbasierten Abschätzung häufiger Probleme in den Städten erprobt. Eine statistische Auswertung des Problems "Kriminalität" für das Land Bayern zeigt eine hohe statistische Signifikanz. Soweit meine Zeit es zuläßt, werde ich die Arbeit an dem Projekt fortsetzen.

Auch die Daten zu den integralen Fragen zeigten eine gute Plausibilität, da diese einerseits in sich schlüssig sind und darüber hinaus durch qualifizierte Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen gegengeprüft sind (z. B. soziale Brennpunkte, politische Orientierung u. a.).

Insgesamt haben die Ergebnisse des Projekts "Stadtgeschichten" mich dazu ermutigt, die Anwendung der entwickelten Untersuchungsmethode auf weitere Fragestellungen auszudehnen.